Kontakt

Praxis für Psychotherapie (HPG), Hypnotherapie und Coaching
Anneke Müller
Georgstraße 24
26121 Oldenburg
Tel.: 0441 30 41 44 96
E-Mail: info@annekemueller.de

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Verhaltenstherapie

Was ist Verhaltenstherapie?

In der Verhaltenstherapie geht man davon aus, dass unser Verhalten und auch psychische Störungen durch Lernvorgänge geprägt sind. Gute und schlechte Erfahrungen können Verhaltensweisen verstärken oder abschwächen. Psychische Störungen entstehen gemäß Verhaltenstherapie aufgrund ungünstiger oder belastender Lernerfahrungen. Falsch erlernte, problematische Verhaltensweisen, die zu Problemen führen, können auch wieder verlernt werden. Der Klient wird in der Verhaltenstherapie angeleitet, sich neue Einstellungen und Verhaltensweisen anzueignen, um zum Beispiel Ängste zu überwinden oder sein Selbstvertrauen zu stärken.

Der Schwerpunkt liegt nicht darauf, Probleme aus der Vergangenheit oder Kindheit aufzuarbeiten, um die Wurzeln der Beschwerden zu erkennen. Die Verhaltenstherapie setzt im Hier und Heute an. Der Therapeut erarbeitet mit dem Klienten, warum dieser in der aktuellen Situation Beschwerden hat und leitet ihn an, sich neue Sicht- und Verhaltensweisen anzueignen, um seine Problematik zu überwinden.

Wie läuft eine Verhaltenstherapie ab?

Der Klient schildert dem Therapeuten seine Probleme und beschreibt, welche Bedingungen und Verhaltensweisen dazu führen. Dabei werden teilweise auch Gefühle, Gedanken und körperliche Prozesse genauer betrachtet.

Es gibt inzwischen mehr als 50 verschiedene Einzelverfahren, die in der Verhaltenstherapie eingesetzt werden. Die bekanntesten sind die Konfrontationstherapie und die kognitive Verhaltenstherapie.

Die Konfrontationstherapie findet in erster Linie bei Angst- und Zwangsstörungen Anwendung. Der Klient wird dabei Schritt für Schritt den für ihn angstauslösenden Reizen ausgesetzt. Durch die langsame graduelle Gewöhnung unter Aufsicht des Therapeuten erlebt der Klient, dass sich die Angst nicht steigert, sondern er sich langsam daran gewöhnt. Analog erkennt der Klient mit Zwangsstörung, dass kein schreckliches Ereignis eintritt, wenn er seine zwanghaften Handlungen nicht ausführt. So kann er durch die Konfrontation die Angst beziehungsweise den Zwang verlernen.

Kognitive Verhaltenstherapie

Die Kognitive Verhaltenstherapie betrachtet die Einstellungen, Gedanken, Bewertungen und Überzeugungen des Klienten. In der Therapie lernt dieser, seine Sichtweisen und Reaktionen auf Ereignisse und Dinge zu ändern, also aktiv selbst zu gestalten. Depressiv Erkrankten kann es damit z.B. gelingen, negative Gedanken durch rationalere zu ersetzen. Menschen mit psychosomatischen Erkrankungen können eine verzerrte Körperwahrnehmung und Fehlinterpretationen von Körperwahrnehmungen abbauen und idealerweise korrigieren.

Dazu erhält der Klient z.B. die Aufgabe, automatische Gedanken zu sammeln und zu notieren und sich Gegenargumente dazu zu überlegen. Gedanken werden auf ihren Realitätsgehalt geprüft, so dass in Gedanken immer weniger Katastrophen entstehen.